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Reuter verstärkt Rechtsabteilung mit kartellrechtserfahrenem Anwalt

22.03.2017 - Vorgaben von Herstellern über den Verkauf ihrer Produkte stellen Onlinehändler vor große Herausforderungen. Doch das Kartellrecht setzt solchen Verkaufsvorgaben Grenzen. Für den Fach- und Onlinehändler Reuter ist es fester Bestandteil der Unternehmensstrategie, sich gegen kartellrechtswidrige Vorgaben zu wehren. Aus diesem Grund lässt Reuter sich seit mehreren Jahren von einer spezialisierten Kanzlei beraten und verstärkt jetzt zusätzlich die eigene Rechtsabteilung im Bereich des Kartellrechts.

Die Rechtsabteilung des Fach- und Onlinehändlers Reuter hat weiteren Zuwachs erhalten. Der Neuzugang war zuvor in dem Düsseldorfer Büro einer internationalen Anwaltskanzlei tätig. Dort hat er insbesondere auch Erfahrungen im Kartellrecht gesammelt, die er jetzt an seiner neuen Wirkungsstätte einbringen kann. Für Reuter hat sich gezeigt, dass fundierte Kenntnisse im Kartellrecht wichtiger Bestandteil des Knowhow im Onlinehandel sind. Aus diesem Grund will Reuter auch die langjährige Zusammenarbeit mit der auf Kartellrecht spezialisierten Kanzlei Wagner Legal Rechtsanwälte in Hamburg fortsetzen. Zur Strategie im Onlinehandel gehört für Reuter auch, sich gegen kartellrechtswidrige Vertriebspraktiken zur Wehr zu setzen. Dies umfasst die Identifizierung und Beseitigung kartellrechtswidriger Beschränkungen ebenso wie die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen nach Kartellrechtsverstößen.

Der Onlinehandel wird seit mehreren Jahren durch herstellerseitige Vertriebsvorgaben herausgefordert. Teilweise überschreiten Hersteller dabei die Grenzen des rechtlich Zulässigen. Hiervon zeugen mehrere Verfahren des Bundeskartellamtes gegen zum Teil namhafte Markenhersteller sowie die steigende Zahl von Zivilprozessen wegen Vertriebsbeschränkungen. Die Europäische Kommission hat im Rahmen einer im Mai 2015 eingeleiteten Untersuchung zum E-Commerce 8.000 Vertriebsvereinbarungen überprüft.

Der zur Untersuchung ergangene Zwischenbericht zeigt unter anderem, dass über 40 Prozent der Einzelhändler Preisempfehlungen oder Preisvorgaben der Hersteller unterliegen. Während unverbindliche Preisempfehlungen zulässig sind, verstoßen Preisvorgaben gegenüber dem Wiederverkäufer grundsätzlich gegen das Kartellrecht. Ebenso ist es in der Regel unzulässig, Rabatte oder vorteilhafte Lieferkonditionen von der Einhaltung der Preisempfehlung abhängig zu machen oder die Einhaltung der Preisempfehlung mittels Druck – etwa der Drohung mit einem Belieferungsstopp – durchzusetzen.

Bei Reuter war man schon mehrfach mit diesen oder ähnlichen Fragen befasst. Das Unternehmen hatte frühzeitig begonnen, sich gegen kartellrechtswidrige Vertriebsbeschränkungen zur Wehr zu setzen. Der Ursprung des Fach- und Onlinehändlers liegt in der Sanitärbranche. In diesem Bereich erstritt Reuter im November 2013 vor dem OLG Düsseldorf ein Urteil gegen einen namhaften Hersteller von Badarmaturen. Wegen eines gegen das Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen verstoßenden Rabattsystems und hieraus resultierender Nachteile für Reuter sprach das OLG Düsseldorf dem Fach- und Onlinehändler einen hohen sechsstelligen Betrag als Schadensersatz zu.

Auch in den weiteren Branchen, in denen Reuter inzwischen tätig ist, will das Unternehmen verhindern, dass kartellrechtswidrige Vertriebsbeschränkungen dem Erfolg im Weg stehen. Aus diesem Grund wurde die kartellrechtliche Kompetenz nun noch einmal erhöht.

Das Team im Portrait

Dr. Stefan Giesen

Dr. Stefan Giesen ist derzeit noch Senior Associate bei Hogan Lovells in Düsseldorf und wird das Reuter Netzwerk ab dem 1. April 2017 verstärken. Sein Schwerpunkt liegt im deutschen und EU-Kartellrecht. Dr. Giesen hat umfangreiche Erfahrungen in der Automobil-Industrie, der Mobilfunk-Branche, der chemischen Industrie und der Nahrungsmittelindustrie. Unter anderem berät Stefan Giesen regelmäßig im Bereich Kartellschadensersatz, zu Vertriebsverträgen, in Kartellfällen und in Fusionskontrollverfahren. Nach seinem Studium war Stefan Giesen zunächst zweieinhalb Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kartellrecht für eine führende Kanzlei tätig. Stefan Giesen studierte und promovierte an der Universität Düsseldorf.

Dr. Hans-Peter Anlauf

Seit Dezember 2016 ist Dr. Hans-Peter Anlauf, LL.M. Mitglied der Rechtsabteilung des Reuter Netzwerks. Sein beruflicher Schwerpunkt liegt im Wirtschaftsrecht mit Fokus auf Vertragsrecht, gewerblichem Rechtsschutz, Medienrecht, Datenschutzrecht, Arbeitsrecht und Compliance. H.-P. Anlauf studierte Jura und promovierte an der Universität Augsburg. Von 2007 bis Anfang 2014 war er für die Mediengruppe Pressedruck in Augsburg erst als Justiziar, dann als stellvertretender Leiter Recht tätig. Im Anschluss daran war er bis zu seinem Start bei Reuter fast drei Jahre Syndikusanwalt der Visoon Video Impact GmbH & Co. KG, einem Konzernunternehmen der Axel Springer SE in Düsseldorf.

Berufsbegleitend erwarb H.-P. Anlauf seinen Master of Laws an der Fernuniversität Hagen und führte diverse Lehraufträge an der Universität Augsburg, der Fachhochschule Augsburg und der Hochschule Fresenius in Düsseldorf im Medien- und Werberecht durch.

Martha Rist

Seit Januar 2017 gehört Martha Rist zur Rechtsabteilung des Reuter Netzwerks. Martha Rists Hauptbetätigungsfelder waren bis dato das Contracts- und Claims Management, unter anderem also die Erstellung, Prüfung und Verhandlung von Kauf-, Liefer-, Werk- und Dienstleistungsverträgen sowie Lager- und Logistikverträgen. Martha Rist verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf Unternehmensseite: Von 2011 bis 2014 arbeitete sie in der europäischen Rechtsabteilung der Vishay Electronic GmbH. Anschließend war sie von 2014 bis 2016 als Contract Manager bei der Cargill Holding (Germany) GmbH tätig.

Martha Rist studierte Rechtswissenschaften an der Universität Konstanz und machte ihren Master of International Commercial Law an der Universität Birmingham (UK).

Auf dem Bild von links nach rechts:

Dr. Hans-Peter Anlauf, Martha Rist, Dr. Stefan Giesen

Über Reuter
Das 1986 gegründete Mönchengladbacher Unternehmen reuter.de ist einer der größten Fach- und Onlinehändler für Bad- und Wohnkultur. Der Onlineshop www.reuter.de, 2004 gegründet, zählt zu den europaweit bedeutendsten in seinem Segment. Zurzeit sind 480 Mitarbeitende für reuter.de tätig. Zum Angebot gehören Bad- und Sanitärartikel, Wohn- und Küchenaccessoires, Designmöbel und -leuchten. In allen Bereichen setzt reuter.de ausschließlich auf Marken- und Designprodukte. In seinem TÜV-zertifizierten Onlineshop bietet reuter.de eine riesige Sortimentsauswahl – mehrere hunderttausend Markenartikel sind sofort verfügbar. Eine kompetente Fachberatung und günstige Onlinepreise runden das Angebot ab. Gründer und Geschäftsführer ist Bernd Reuter.
Quelle: Reuter
Veröffentlichung: 22.03.2017

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