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Minibad » Kleine Badezimmer gestalten

Minibäder sind insbesondere in Altbauten nach wie vor sehr häufig anzutreffen. Wer solch ein kleines Badezimmer neu gestalten möchte, muss nicht gleich verzagen. Klein ist nicht gleichbedeutend mit hässlich oder unkomfortabel. Es müssen jedoch einige Dinge beachtet werden. Bei uns erfahren Sie, auf was es im Minibad ankommt. 

1. Planung eines kleinen Badezimmers

Eine Badrenovierung oder ein Badneubau steht und fällt mit der richtigen Planung. Gerade wenn die Räumlichkeiten begrenzt sind. Werden im Minibad zum Beispiel zu große Sanitärgegenstände gewählt, wirkt alles schnell ziemlich erdrückend. Oder wenn man zu viel will. Nicht immer ist es vorteilhaft, Badewanne und Dusche gleichzeitig in ein Bad zu quetschen. Mitunter hilft es auch, die Sanitärgegenstände bei einer Sanierung anders anzuordnen. Dank Vorwandmontage ist das heutzutage überhaupt kein Problem mehr.

Folgende Ratgeber helfen Ihnen bei der Planung:

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2. Generelle Einrichtungstipps

Ganz unabhängig von den gewählten Sanitärgegenständen und deren Verteilung im Bad, sollten Sie bei der Planung eines Minibades auf einige Dinge achten:

Optische Vergrößerung

Besonders wichtig ist es, den Raum nicht noch kleiner zu machen als er sowieso schon ist. Für eine optische Vergrößerung sorgen zum Beispiel Spiegel, helle Farben oder wandhängende Sanitärgegenstände wie Toiletten oder Badmöbel. Ausreichend und gut geplantes Licht gehört da ebenfalls mit dazu.

Duschen und Fliesen

Duschwände aus Glas gehören ebenfalls zu den Dingen, die ein Minibad größer erscheinen lassen. Außerdem sehen sie edel aus. Das gilt insbesondere in Kombination mit einem durchgefliesten Boden. Wenn also die Duschfläche mit den gleichen Fliesen wie das restliche Bad ausgestattet ist.

Spezielle Sanitärausstattung

Nutzen Sie außerdem Einrichtungsgegenstände, die besonders für Minibäder entwickelt wurden. Die meisten Hersteller haben solche Linien in ihrem Sortiment. Oft sind sie sogar Teil einer beliebten Badserie. Auf edles Design müssen Sie daher nicht verzichten. Auf unserer Seite Gäste-WC finden Sie zahlreiche Beispiele.

Harmonische Farben

Noch etwas zu den Farben. Hell sollten Sie sein, das hatten wir bereits erwähnt. Sie sollten außerdem zu harte Kontraste vermeiden. Ist alles Ton in Ton, wirkt alles viel harmonischer und größer. Bunte Farbakzente sind jedoch immer erlaubt. Das bringt Wohnlichkeit ins Bad.

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3. Sanitärgegenstände für Minibäder

Die Hersteller wissen natürlich, dass viele Menschen mit Minibädern leben müssen und haben passende Produkte in ihrem Sortiment. So gibt es verkürzte Toiletten oder Raumsparwannen, kleine Waschbecken und spezielle Badheizkörper. Wir haben uns die wichtigsten Sanitärgegenstände vorgenommen und verraten Ihnen, auf was es bei kleinen Badezimmern ankommt.

3.1. Badewannen

Platz ist selbst in der kleinsten Hütte – dieser Spruch lässt sich gut auf das Badezimmer übertragen. Aber nur bis zu einem gewissen Grad. Nicht in jedes Minibad passt eine Badewanne – auch wenn dank der Kreativität der Wannenhersteller vieles möglich ist. Zu nennen sind hier Raumsparwannen, Eckwannen oder extratiefe Badewannen.

3.1.1. Raumsparwannen

Raumsparwannen sind speziell geformte Badewannen. Sie sind zum Beispiel auf der einen Seite schmaler als auf der anderen. So lassen sie sich eventuell an der Tür platzieren, was bei einer Wanne herkömmlicher Breite nicht möglich wäre.

3.1.2. Eckwannen

Eine Standardwanne ist mindestens 170 cm lang. Oft zu viel im Minibad. Eckbadewannen besitzen häufig geringere Schenkelmaße, ohne dass Sie dabei auf Komfort verzichten müssen. Der Wasserinhalt ist ähnlich wie bei einer Standardwanne. Außerdem lassen sie sich gut in einer ungenutzten Ecke montieren.

3.1.3. Extratiefe Wannen

Wenn man nicht in die Breite gehen kann, geht es eben in die Höhe. Das gilt in der dichtbebauten Stadt genauso wie im kleinen Badezimmer. Eines müssen Sie sich jedoch bewusst machen. In einer tiefen, aber dafür kürzeren Badewanne, sitzen Sie eher, als dass Sie liegen.

3.1.4. Duschbadewannen

Duschbadewannen sind Badewannen mit einem separaten Duschbereich. Die Duschzone ist mehr oder minder stark ausgeprägt. Es sind auch welche mit Tür oder mit speziellem Wannenaufsatz erhältlich. So wird die Badewanne blitzschnell zur Duschkabine. Ideal für alle, die im Minibad weder auf das Wannenbad noch auf schnelles duschen verzichten möchten.

3.2. Duschen

Ein Badezimmer ohne Dusche ist heute kaum mehr vorstellbar. Oft verwindet die Badewanne bei einer Badsanierung zugunsten eines großzügigeren Duschbereichs mit Regendusche. Prinzipiell sind im Minibad (abhängig vom Grundriss) verschiedene Formen möglich.

3.2.1. Fünfeckig

Fünfeckige Duschen sind perfekt für kleine Bäder geeignet. Sie besitzen eine kleinere Grundfläche als rechteckige Duschen und lassen sich gut in Raumecken platzieren. Das ist ähnlich wie bei Eckbadewannen. Die kleinsten Fünfeck-Duschwannen besitzen Abmessungen von 75 cm x 90 cm. Gebräuchlicher sind jedoch 80 cm x 80 cm kleine Fünfeck-Duschwannen.

3.2.2. Viertelkreis

Bei einer Viertelkreis-Dusche ist eine Ecke abgerundet. Sie benötigen daher weniger Platz als rechteckige Duschen. Solche Rundduschen können allerdings nur in der Ecke platziert werden. Außerdem benötigen Sie eine genau gleich gebogene Duschkabine. Die kleinste Viertelkreis-Duschwanne in unserem Shop besitzt Schenkelmaße von 70 cm x 90 cm. Gängiger sind gleichschenklige Duschen mit 80 cm x 80 cm Schenkellänge.

3.2.3. Rechteckig

Rechteckige Duschen eignen sich ideal für lange, schmale Badezimmer. Die schmalsten Duschwannen in unserem Shop sind lediglich 60 cm breit, dafür 90 cm lang. Sie können bei dieser Form frei entscheiden, ob die Dusche in der Ecke, an der Stirnseite des Raumes oder seitlich montiert werden soll.

3.2.4. Quadratisch

Wenn es eine quadratische Dusche sein soll, müssen Sie mit einem Platzbedarf von mindestens 70 cm x 70 cm rechnen. Wer hier etwas voluminöser ausgestattet ist, kann schnell Platzangst bekommen. Eine gängige Duschgröße ist 90 cm x 90 cm. Immerhin kann die Dusche frei im Raum platziert werden.

3.2.5 Freestyle

Bei der Verwendung von Duschwannen sind Form und Größe der Dusche vorgegeben. Wer stattdessen seine Dusche fliest, muss sich nicht an solche Vorgaben halten. So findet sich für schwierige Grundrisse stets eine Lösung. Gegebenenfalls braucht es bei der Duschkabine dann eine Maßanfertigung. Aber das ist in der Regel kein Problem.

3.3. Waschbecken

Bei Waschbecken treten im Minibad im Grunde zwei Probleme auf: Entweder sind sie zu breit oder sie stehen zu weit in den Raum rein. Oder beides. Hier sind dann kleine Handwaschbecken die Lösung. Oder Sie suchen sich bei den „normalen“ Waschtischen eines mit geringer Tiefe.

Praktisch sind sogenannte Möbelwaschtische – also Waschtische mit Unterschrank. Denn Stauraum braucht es immer. Bei ganz schwierigen Raumverhältnissen kommen mitunter auch Eckwaschbecken zum Einsatz. Oder Vorwandelemente für die Raumecke, an denen sich herkömmliche Waschbecken montieren lassen.

3.4. Toiletten

In kleinen Badezimmern haben sich verkürzte WCs bewährt. Doch keine Angst: bei der Benutzung gibt es keinerlei Einschränkungen. Raumspar-Toiletten sind einfach etwas kürzer. Von den meisten Top-Serien unserer Markenhersteller gibt es zumindest eine Toilette in kurzer Ausführung. An edlem Design mangelt es ihnen daher nicht.

Wie Waschbecken lassen sich Toiletten in der Ecke montieren. Dafür gibt es spezielle Vorwandelemente. Wenn Sie also sonst keinen Platz für Ihr WC finden, denken Sie einfach an eine Eckmontage. Hier finden Sie solche Eckelemente.

Generell ist bei Toiletten in kleinen Badezimmern eine Wandmontage zu bevorzugen. Das lässt den Raum größer wirken. Allerdings gehen durch die Vorwandmontage einige Zentimeter verloren. Andererseits entsteht über dem Vorwandelement eine Ablage, die vielfältig genutzt werden kann.

3.5. Badmöbel

Minibad und Stauraum – zwei Welten treffen aufeinander. Bei geschickter Planung und Wahl geeigneter Badmöbel lässt sich aber immer etwas machen. Die Waschbeckenunterschränke haben wir im Kapitel Waschbecken bereits erwähnt. Die gehen eigentlich immer. Auch Spiegelschränke nehmen keinen zusätzlichen Platz weg.

3.5.1. Ungenutztes Potenzial entdecken

Bei kleinen Bädern mit schwierigen Grundrissen lohnt es sich zudem, nach ungenutzten Ecken Ausschau zu halten. Suchen Sie hierfür gezielt nach Badmöbeln und Regale, die in die Nischen passen. Oder lassen Sie sich die Möbel von einem Schreiner maßgenau einpassen.

3.5.2. Rollcontainer

Als praktisch haben sich in kleinen Bädern Rollcontainer erwiesen. Sie lassen sich ganz leicht dorthin verschieben, wo sie gerade nicht stören. Manche sind zusätzlich noch mit einem Hocker ausgestattet. Hier lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

3.5.3. Badmöbel mit Auszug

Als Stauwunder präsentieren sich Badmöbel mit Schublade oder Auszug. Bei ihnen lässt sich die ganze Tiefe sinnvoll nutzen. Das geht bei Badregalen natürlich auch, doch häufig verdecken die vorne stehenden Gegenstände die dahinter stehenden. Das macht es mitunter etwas schwierig, das gewünschte zu finden.

3.5.4. Einbaumöbel

Wenn es mit herkömmlichen Badmöbeln so gar nicht hinhauen will, sind eventuell Einbaumöbel die Alternative. Solche Möbel werden in die Wand eingebaut, stehen also nicht in den Raum hinein. Die Montage ist allerdings komplizierter, da hierfür die Wand aufgestemmt werden muss. Hier finden Sie verschiedene Unterputz-Module.

3.6. Heizkörper

Häufig sind Heizkörper groß und klobig – insbesondere die älteren Modelle. Sie nehmen somit jede Menge wertvollen Platz in Minibädern weg. Wer solch einen alten Heizkörper sein eigen nennt, sollte ihn bei einer Badsanierung unbedingt austauschen.

3.6.1. Fußbodenheizung

Die ideale Lösung sind Fußbodenheizungen, benötigen sie doch überhaupt keine freien Wandflächen. Allerdings ist ein nachträglicher Einbau meist nur mit größeren Umbaumaßnahmen möglich.

Einfacher als Warmwasser-Fußbodenheizungen lassen sich elektrische Fußbodenheizungen montieren. Wenn Ihr Haus gut isoliert ist, reicht solch eine Heizung eventuell aus. Generell sollten Sie sich jedoch gut überlegen, nur mit Strom zu heizen. Als Zusatzheizung oder punktuelle Heizung im Bereich des Waschbeckens ist es jedoch kein Problem.

3.6.2. Badheizkörper

Kommt bei Ihnen eine Fußbodenheizung generell nicht in Frage, müssen Sie sich einen Heizkörper suchen, der in Ihr Minibad passt. Zum Glück gibt es Heizungen mittlerweile in sämtlichen Formaten – von schmal und hoch bis breit und flach. Da ist für jeden Bedarf etwas dabei. Und außerdem benötigen Sie für ein kleines Bad nur einen kleinen Heizkörper.

Praktisch sind Badheizkörper mit integriertem Handtuchhalter. Viele davon funktionieren im Mischbetrieb, also entweder elektrisch oder mit Warmwasser. So kommen Sie selbst wenn die Heizungsanlage noch nicht in Betrieb ist zu warmen Handtüchern.

4. Fliesen in kleinen Bädern

Auf die Auswahl der Fliesen müssen Sie bei einem Minibad besonderes Augenmerk legen. Wir haben einmal zusammengestellt, auf was Sie dabei achten sollten:

  • Setzen Sie mit den Fliesen ein wohnliches Statement
  • Mit ganz besonderen Fliesen von der Raumgröße ablenken
  • Mit Kontrasten spielen und ein minimalistisches Ambiente erzeugen
  • Mit hellen Fliesen wirkt der Raum freundlicher und größer
  • Dunkle Fliesen in Kombination mit weißen Badmöbeln können auch funktionieren
  • Lange Fliesen längs in Richtung Fenster legen, das streckt den Raum
  • Klotzen Sie bei den Fliesen und machen das Minibad zum Luxusbad
  • Kombinieren Sie verschiedene Wand- und Bodenfliesen, sonst wird es langweilig
  • Wenn gleiche Fliesen an Wand und Boden, dann verschiedene Formate
  • Ein grauer Fliesenboden in Kombination mit weißen Wänden öffnet den Raum nach Boden

5. Drei Beispiele für Minibäder

Sie haben jetzt einiges darüber erfahren, auf was es beim Einrichten von Minibadezimmern ankommt. Nun möchten wir Ihnen drei konkrete Beispiele nicht vorenthalten. Es geht um kleine Badezimmer mit einer Größe von drei, vier und viereinhalb Quadratmetern. Bei zweien von ihnen gibt es sogar eine Badewanne. Sie zeigen, dass Komfort nicht immer eine Frage der Größe sein muss. Hier geht es zum Beitrag:

Clevere Ideen für kleine Bäder

6. Warum ist mein Bad so klein?

Manche fragen sich bestimmt, warum Badezimmer früher so klein waren. Die Erklärung ist ganz einfach. Früher kannte man das Wort Wellness im Zusammenhang mit Bad noch überhaupt nicht. Dort ging man rein, um sich zu säubern, das war es. Geht man noch ein paar Jahrzehnte zurück, gab es den Raum noch gar nicht. Gebadet wurde in der Küche – in einem Bottich. Als private Bäder dann aufkamen, mussten sie mühsam vom übrigen Wohnraum abgeknabbert werden. Heraus kamen schmale Schlauchbäder oder anders geformte Minibäder. Und damit haben wir heute noch zu kämpfen.


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