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Badausbau Trockenbau

Badausbau in Trockenbauweise

Immer häufiger erfolgt der Badausbau in Trockenbauweise. Und das nicht nur bei einer Sanierung, sondern auch bei neuen Bädern. Warum das so ist und worauf Sie achten müssen, wenn es ein Bad im Trockenbau sein soll, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Was bedeutet Trockenbau?

Beim Trockenbau werden Wände, Decken oder Fußböden mit Bauplatten verkleidet oder errichtet. Hierfür kommen fast ausschließlich trockene Baustoffe zum Einsatz. Allenfalls zur Bearbeitung von Oberflächen können feuchte Materialien verwendet werden. Zum Beispiel zum Verspachteln von Gipsplatten.

Die Bauplatten aus Holz, Gips oder anderen Materialien werden in aller Regel auf eine Unterkonstruktion geschraubt. Dabei handelt es sich meist um Metallprofile, doch auch Holz ist möglich. Auf diese Weise lassen sich nicht nur problemlos bestehende Wände oder Decken verkleiden, sondern auch Trennwände in Leichtbauweise errichten.

Trockenbau in Kurzform:

  • trockene Baustoffe
  • Unterkonstruktionen aus Holz und Metall
  • Wand- und Deckenverkleidung
  • Leichtbauwände

Vorwandinstallation

Ebenfalls zum Trockenbau gehört die Vorwandinstallation, die immer häufiger in Badezimmern zum Einsatz kommt. Es handelt es sich dabei um Elemente aus Metall, die vor der Wand montiert werden und an denen sich die Sanitärgegenstände befestigen lassen. Sie besitzen außerdem bereits die erforderlichen Anschlüsse für Wasser- und Abwasserleitungen.

Die Vorwandelemente nehmen in der Regel nicht die komplette Raumhöhe ein. So ergibt sich über dem WC oder Waschbecken ein Sockel, der gut als Ablage genutzt werden kann. Wer dies nicht mag, kann die Wandverkleidung natürlich auch bis zur Decke ziehen. Dann werden zusätzliche Ständer benötigt, die an die Decke angeschlossen werden.

Im Sanitärbereich gibt es Vorwandelemente für Toiletten, Waschbecken, Urinale sowie Wannen & Duschen. Hier im Shop erhalten Sie Montageelemente von Geberit, Grohe, TECE, Viega, Villeroy & Boch oder Missel.

Vorwandelemente für:

Vorteile der Trockenbauweise

Da keine wasserhaltigen Baustoffe wie Mörtel, Beton oder Putz verwendet werden, entfallen langwierige Trocknungszeiten. So sind im Trockenbau in der Regel schnellere Baufortschritte zu erzielen als im Nassbau. Gerade in der Sanierung ist es Gold wert, wenn das Bad schnell wieder genutzt werden kann.

Da es bei der Trockenbauweise um ein aufeinander abgestimmtes Montagesystem handelt, ist es zudem recht anwenderfreundlich. Es ist daher bei Selbermachern ziemlich beliebt. Verschiedene Anbieter bieten spezielle Systeme für Heimwerker an.

Mit Hilfe des Trockenbaus lässt sich mal schnell eine Wand einziehen. Im Badezimmer zum Beispiel als Duschtrennwand, wenn es eine Dusche in der Nische werden soll. Wichtig hierbei ist, die Befestigung der Duschtür im Auge zu behalten. Die Schrauben müssen fest verankert werden. Zum Beispiel in einem verbauten Kantholz.

Ein weiterer Vorteil der Trockenbauweise: Installationsleitungen und Stromkabel lassen sich perfekt in den Hohlräumen unter der Beplankung verstecken. Bei einer Badsanierung ist es daher problemlos möglich, die verschiedenen Sanitärgegenstände wie Wanne, Dusche und Waschbecken anders als bisher anzuordnen.

Nicht zuletzt kann eine Trockenbauwand auf alten Fliesen montiert werden. Das mit Staub und Lärm verbundene Entfernen und Entsorgen der Altfliesen entfällt somit.

Die wichtigsten Vorzüge auf einem Blick

  • keine Trocknungszeiten einzuhalten
  • schnelle Montage
  • auf einander abgestimmte Bauelemente
  • Trennwände problemlos möglich
  • Installationsleitungen in Hohlräumen verlegen
  • Elektroleitungen in Hohlräumen
  • Kann auf bestehende Fliesen montiert werden
  • Für Selbermacher geeignet

Nachteile der Trockenbauweise

Die Trockenbauweise hat nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile bzw. Einschränkungen. So geht durch sie etwas Platz verloren, was sich insbesondere in kleinen Bädern bemerkbar macht. Hier kann mit verkürzten WCs oder kleineren Waschbecken entgegengewirkt werden.

Durch die leichte Bauweise ist zudem schwieriger, schwere Gegenstände sicher an Trockenbauwänden zu befestigen. Es ist vor allem wichtig, die Stellen zu kennen, an denen sich die Träger befinden. Nur dort können Waschtisch, Toilette und Co. befestigt werden.

Bei den speziellen Vorwandelementen, die Sie hier bei Reuter erhalten, ist das alles kein Problem. Hier sind die Befestigungsmöglichkeiten fest im Element integriert. Und auch sonst ist alles dabei, was es zur Montage der Sanitärgegenstände benötigt.

Schallschutz ist notwendig

Ein weiterer Nachteil: Schallschutz ist etwas, das nicht unbedingt zu den Stärken des Trockenbaus zählt. Durch die Leichtbauweise hat es Schall relativ einfach, sich auszubreiten. Die Hohlräume fungieren hierbei als zusätzliche Verstärker.

Durch verschiedene Maßnahmen wie doppelte Beplankung oder das Ummanteln der wasserführenden Leitungen lässt sich jedoch einiges in Sachen Schalldämmung verbessern. Insbesondere im Bereich von Rohrdurchführungen.

Wichtig ist zudem, die Trockenbauwände zu entkoppeln, um eine Schallübertragung zu unterbinden. Dafür gibt es spezielle Entkopplungsbänder. Auch Badewanne, Duschwanne und Waschbecken sollten Sie entkoppeln, damit die Wassergeräusche nicht über die Trockenbauwand übertragen werden.

Hier erfahren Sie mehr zum Thema Schallschutz im Badezimmer

Schutz vor Feuchtigkeit

Gerade im Badezimmer ist Schutz vor Feuchtigkeit ein wichtiges Thema. Sie müssen sich daher genau überlegen, welche Materialien Sie verwenden, wenn es ein Bad im Trockenbau sein soll. Kommen zum Beispiel Holz und Gipsplatten zum Einsatz, sind Feuchtigkeitsschäden vorhersehbar, sofern nicht richtig abgedichtet wird oder die falschen Platten verwendet werden.

Unabhängig von Trockenbau oder Nassbau müssen der Dusch- und Wannenbereich speziell abgedichtet werden. Das passiert mit vorkonfektionierten Abdichtmassen und Fugenbändern, die perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Wichtige Details im Badezimmer

Wie bereits geschrieben, ist Feuchtigkeit im Bad ein Problem, was die Verwendung bestimmter Materialien angeht. Herkömmliche Gipskartonplatten oder auch OSB-Platten sind in Feuchträumen daher nicht so gut geeignet. Perfekt eignen sich:

  • Imprägnierte Gipskartonplatten
  • Gipsfaserplatten

Imprägnierte Gipskartonplatten sind wasserabweisend beschichtet, so dass Feuchtigkeit nicht so schnell eindringt. Im Handel sind sie mit der Bezeichnung GKBI erhältlich und sind an ihrer grünen Farbe zu erkennen.

Gipsfaserplatten sind schwerer und stabiler als Gipskartonplatten. Oft reicht hier eine einlagige Beplankung aus. Außerdem sind sie so feuchteunempfindlich, dass sie in Bädern ohne Imprägnierung genutzt werden können.

Fliesen, Tapete oder Putz?

Gipsplatten lassen sich verputzen, fliesen oder tapezieren. Alles kein Problem. Sie können die Wände im Bad so gestalten, wie Sie es am schönsten finden. Da die Gipskartonplatten jedoch äußerst saugfähig sind, müssen sie vorher mit Tiefengrund vorbehandelt werden. Das gilt insbesondere vor dem Verfliesen oder bei der Verwendung von Dünnputz.

Sollen Fliesen auf Gipskartonplatten geklebt werden, ist eine doppelte Beplankung (also zwei Plattenlagen) die sichere Lösung. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Platten zu sehr durchbiegen, was zu Fliesenschäden führen kann. Bei Gipsfaserplatten ist je nach gewählter Plattendicke auch eine einlagige Beplankung möglich.

Alternativ besteht die Möglichkeit, die Ständer der Unterkonstruktion näher zusammenzurücken und somit die Gefahr der Durchbiegung zu verringern. Generell gilt, je dünner die Plattenstärke (einlagig oder zweilagig), desto geringere Ständerabstände sind zu wählen.


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