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Moderne Bäder stilvoll einrichten

Was macht moderne Bäder aus?
7 Tipps für Ihre Badgestaltung

Mehr Platz. Mehr Licht. Endlich eine vernünftige Dusche: Die Gründe, warum wir unsere Bäder modernisieren sind vielfältig. Oft ist es einfach auch nur der Wunsch, das alte, verwohnte Badezimmer endlich im Jahr 2019 ankommen zu lassen.

Doch was genau macht sie aus, die modernen Bäder? Was unterscheidet sie von Badezimmern aus den 80er, 90er oder 2000er Jahren? Welche technischen Möglichkeiten haben Sie als Renovierer und welche Ausstattung und Details sollten Sie kennen? Unser großer Ratgeber verrät's - mit vielen Beispielen und den besten Tipps für moderne Badgestaltung.

Großes Badezimmer mit Vorwandelementen und Nischen

Foto: Grohe

#1: Moderne Raumaufteilung mit Vorwandsystemen

Vorwandsysteme sind vorgefertigte Bauteile zum Anschluss von WCs, Bidets oder Waschtischen und eine der wichtigsten technischen Entwicklungen für moderne Badezimmer.

Denn sie ermöglichen es, Technik und Leitungen flexibel im Bad dorthin zu legen, wo wir sie haben möchten. Statt wie früher Waschtisch, Dusche, WC brav an den Wänden aufzureihen, entstehen dank Vorwandsysteme moderne Bäder mit neuen Perspektiven.

1.1. Vorwandelemente als Raumtrenner

Ein schönes Beispiel für Vorwandsysteme im modernen Bad ist das oben abgebildete Musterbad der Marke Grohe. Was in der rechten Bildhälfte aussieht wie eine kleine Mauer ist in Wirklichkeit eine halbhohe Trockenbauwand, in deren Inneren Versorgungsleitungen und Rohre verlaufen.

Sie trennt wie ein Raumteiler den Bereich der Badewanne vom Rest des Badezimmers und gibt ihm so Struktur. Außen lassen sich die Elemente nach Wunsch verfliesen, verputzen oder tapezieren.

1.2. Hohlräume für Stauraum nutzen

Ein weiteres Plus moderner Vorwandsysteme: Stauraum. Ebenfalls zu sehen in unserem Grohe Musterbad, diesmal auf der linken Seite. Die Hohlräume, die neben und über den Vorwandsystemen entstehen, werden als praktische Nischen für Handtücher oder Deko genutzt. Beliebt sind diese Nischen auch als kleiner Stauraum für WC-Bürste oder WC-Papier-Vorräte.

Was Sie daraus für Ihre Badrenovierung mitnehmen können?

  • Moderne Raumaufteilung richtet sich nach dem Nutzer – nicht nach den Leitungen
  • "An der Wand entlang" wirkt oft nüchtern und altbacken – dank Vorwandelementen lassen sich Sanitärelemente auch quer oder frei positionieren
  • Vorwandkonstruktionen teilen große Bäder in kleinere, gemütliche Einheiten
  • Nutzen Sie halbhohe Konstruktionen als Ablagen und Nischen als Stauraum

Duschrinne & WC: Geberit

Duschbadewanne: HSK

#2: Barrierefrei für alle Generationen

Moderne Bäder sind komfortable Bäder - egal in welcher Lebensphase. Alles, was unseren Badalltag sicherer und bequemer macht, ist als moderne Badeinrichtung gern gesehen: Die bodengleiche Dusche zum Beispiel, der schwebend montierte Waschtisch oder die zusätzliche Handbrause sind nicht nur für alte oder gebrechliche Menschen ein guter Kauf.

2.1. Bodenebene Duschen für jedes Bad

Eine bodengleiche Dusche ist in Neubauten gut machbar, in Altbauten bleibt je nach Bodenaufbau manchmal eine kleine Kante. Am besten planen Sie Ihre Dusche möglichst groß (Standfläche: 1,20 x 1,20 m) und wählen als Spritzschutz klappbare Glaswände.

Als Standfläche gibt es den durchgefliesten Boden oder die ultraflache Duschtasse. Beides sollte möglichst rutschfest sein, für Duschtassen bieten Hersteller spezielle Antislip-Beschichtungen an.

2.2. Griffe und weitere Komfortelemente

Neben der bodengleichen Dusche gibt es noch viele andere Details, die den Badalltag enorm erleichtern können: Griffe für Badewanne und Dusche, Sitzgelegenheiten und Hocker, Armaturen mit Schlauchbrause fürs Waschbecken, Wasserhähne mit Sensor oder Badewannen mit Tür.

Unsere Tipps für Ihre Badrenovierung:

  • Sparen Sie nicht am Komfort – egal, wie er für Sie aussieht
  • Planen Sie für alle Badnutzer – auch für die Kleinsten
  • Denken Sie voraus und planen Ihr Bad auch für die nächsten 10 oder 20 Jahre

Foto: Wohnidee

#3: Individuell statt Standard

Die Zeiten des Einheitsbadezimmers sind vorbei. Das moderne Bad orientiert sich an seinen Badnutzern mit ihren Wünschen und Gewohnheiten. Und daran, wie sie vorhaben, ihr Badezimmer im Alltag zu nutzen: Als Familienbad, Ruhezone, Wohlfühlraum...

Zugegeben, für Badrenovierer macht die Fülle an Badeinrichtung, Farben und Materialien die Entscheidungen nicht einfacher. Doch gut zu überlegen lohnt sich, damit später alles für Sie passt. Und Sie sich ein Badezimmer einzurichten, das so individuell ist wie Sie selbst:

  • Überlegen Sie gut, wie Ihr Badalltag aussieht, wofür Sie das Bad wirklich nutzen möchten
  • Schauen Sie in Ruhe, welche Einrichtung Ihnen gefällt
  • Denken Sie ruhig auch mal abseits von Standardmaßen und -farben
  • Informieren Sie sich über Möglichkeiten und Materialien – wie wäre es zum Beispiel mit einem Bad ohne Fliesen oder ein Bad mit Holz oder Betonoptik

Foto: Burgbad

#4: Badbeleuchtung als Gestaltungselement

Jaja, die Badbeleuchtung. Sie hieß früher schlicht Deckenlampe und leuchtete das Bad ziemlich monoton von oben aus. Dazu gesellte sich oft eine kaltweiße, wenig schmeichelhafte Spiegelbeleuchtung für die Detailarbeit. Zum Glück geht Badbeleuchtung heute anders.

4.1. Moderne Badbeleuchtung ist vielseitig

Moderne Bäder setzen auf eine Kombination verschiedener Leuchten, die sich getrennt schalten lassen. So haben Sie morgens das passende Wachmach- und Schminklicht und abends behagliches Licht zum Entspannen und Lesen.

Auch ziemlich cool: Funk- oder App-gesteuerte Lichtsysteme, wie "Hue" von Philips. Mit nur einem Leuchtmittel erzeugt Hue unterschiedlichste Lichtstimmungen mit bis zu 16 Millionen Farben - ohne dass Sie dafür neue Dimmer, Kabel oder Schalter installieren müssten.

4.2. Gutes Licht strukturiert das Bad

Auch zur Raumwirkung lässt sich Licht einsetzen: So lassen die richtigen Leuchten das Badezimmer optisch größer wirken. Und in fensterlosen Bädern simulieren LED-Panels sogar den Blick in die Natur.

Unsere Beleuchtungstipps für Ihre Renovierung:

  • Denken Sie bei der Badbeleuchtung immer an mehrere Leuchten
  • Sparen Sie nicht an Stromanschlüssen – und wenn es nur als Option zum Nachrüsten ist
  • Passen Sie Ihre Beleuchtung Ihrem Badalltag an
  • Vergessen Sie Halogen und setzen Sie bei neuen Lampen auf LED
  • Achten Sie auf die richtigen Abstände zu Spritzwasserbereichen und auf die Schutzarten der Leuchten
  • Gestalten Sie mit unserem Ratgeber die perfekte Spiegelbeleuchtung

Foto: Wohnidee

#5: Schmutzabweisende Badeinrichtung

Noch eine wichtige Entwicklung moderner Bäder: Waschtische und WCs, an denen Schmutz und Kalk nicht mehr haften bleiben. Dank moderner Glasuren, die die Keramik härten und schützen.

Pionier in Sachen glasierter Badkeramik war 2001 die Marke Keramag (heute Geberit) mit der Entwicklung von "KeraTect". Der ersten Glasur, die die Oberflächen von Sanitärkeramik so veredelte, dass Schmutz, Kalk und Mikroorganismen einfach abperlten. Für schnelleres Putzen und längeren Glanz.

Heute entscheiden sich etwa ein Viertel aller Käufer moderner Badkeramik für die veredelte Variante. Und auch veredelte Badewannen, Duschkabinen und Armaturen erobern immer mehr den Markt.

Für Sie ein Überblick über die wichtigsten Marken für pflegeleichte Badeinrichtung:

  • Badkeramik: Duravit "WonderGliss", Villeroy & Boch "CeramicPlus", Ideal Standard "Ideal Plus", Geberit "KeraTect"
  • Badewannen: Bette "BetteGlasur® Plus", Kaldewei "Perl Effekt"
  • Duschkabinen: HSK "Edelglas", Hüppe "Anti Plaque"
  • Armaturen: Grohe "StarLight"

Wie Sie Dusche und Bad sonst noch pflegeleicht gestalten? Unser Ratgeber zeigt's.

Dusch-WC: Villeroy & Boch

#6: Spülrandlose WCs & Dusch-WCs

2019: Willkommen in der Welt moderner Toiletten. Für die aktuell zwei Trends prägend sind: Das spülrandlose WC und das Dusch-WC – gibt's übrigens auch zusammen, als spülrandloses Dusch-WC. Aber eins nach dem anderen.

6.1. Spülrandlose WCs erobern das Bad

"Was nicht da ist, wird nicht schmutzig" – so lässt sich das Prinzip des spülrandlosen WCs knapp zusammenfassen. Im Inneren der WC-Schüssel fehlt nämlich der Rand, der früher für Schmutzablagerungen und viel Badputz-Frust sorgte.

Zugegeben, ganz neu ist die spülrandlose Bauart nicht, doch im privaten Bad zeigt die Kurve erst seit einigen Jahren einen steilen Bergauf-Trend. Mehr Infos in unserem Ratgeber "Spülrandloses WC".

6.2. Mehr Hygiene dank Dusch-WC

WC + Dusche = Dusch-WC. Die perfekte Fusion für Ihre Hygiene auf dem stillen Örtchen.

Zwar hat das gute, alte Bidet noch nicht ausgedient, doch das Dusch-WC ist ein starkes Extra fürs Bad, das nicht nur hygienisch und praktisch ist, sondern auch nur halb so viel Platz braucht als die klassische Kombination aus WC und Bidet.

Unsere Tipps für Ihren WC-Kauf:

  • Spülrandlose WCs sind Stand der Technik, klare Kaufempfehlung
  • Wenn das Budget fürs Dusch-WC noch nicht reicht, legen Sie zumindest schon einmal die Anschlüsse
  • WC-Spülungen mit Sensor sind immer praktisch

Dusch-WC: Grohe "Sensia Arena"

#7: Digitale Technik

Nicht nur bequemer, sondern auch sicherer: Moderne Bäder setzen auf digitale Technik. Die bislang noch am Anfang steht – zum einen, weil manche technischen Produkte noch nicht ausgereift sind. Zum anderen, weil die Kaufbereitschaft für smarte Armaturen und Co. derzeit noch zögerlich ist.

Spätestens jedoch, wenn die digitale Technik unseren Alltag maßgeblich erleichtert und sogar helfende Hände ersetzen kann, wird das smarte Bad nicht mehr aufzuhalten sein. Ein wenig Zukunftsmusik zu aktuellen digitalen Badtrends? Gern.

7.1. Wasserhähne mit Sprachsteuerung

Duschsysteme per App oder Display zu steuern ist heute bereits möglich – Vorreiter sind hier Dornbracht mit "Smart Water" oder hansgrohe mit "RainTunes". Vorkonfigurierte Lieblingstemperaturen oder Brauseneinstellungen lassen sich bequem per Knopfdruck abrufen.

Für die Zukunft steht die smarte Steuerung per Sprache in den Startlöchern. Auf Zuruf lassen dann sprachgesteuerte Armaturen Wasser in der richtigen Temperatur ins Becken oder in die Wanne fließen. Klingt nach technischer Spielerei, ist auf den zweiten Blick vor allem für wenig mobile Badnutzer ein Plus an Freiheit und Eigenständigkeit. 

7.2. Sicherheitssysteme fürs ganze Bad

Ebefalls ganz im Sinne der selbstbestimmten Badnutzung stehen weitere interaktive Elemente, die das Leben im Bad erleichtern sollen: Integrierte Notrufe, höhenverstellbare Dusch-WCs, selbst gesteuertes Orientierungslicht oder Systeme, die verhindern, dass beim Verlassen das Bades nicht aus Versehen das Wasser weiterläuft.

Was wir in Sachen digitales Bad empfehlen können?

  • Schauen Sie, wo Sie technische Hilfen heute schon entlasten können Stichwort: Bewegungsmelder, Fernbedienungen, Zeitschaltuhren, Thermostate
  • Sparen Sie nicht an Elektroanschlüssen – sondern denken Sie bei der Badrenovierung auch an morgen

Welche Neuerungen 2019 noch kommen? Unsere Produkttipps, hier...

Und Sie? Träumen Sie auch von einem modernen Badezimmer? Dann machen Sie Ihren Traum doch wahr - mit Reuter. Unsere Fachberater an der Hotline und in unserem Store unterstützen Sie persönlich und kompetent bei der Auswahl Ihrer Badeinrichtung.

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