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Alternative zur Gasheizung:
Lohnt sich Elektroheizen?

Im Winter 2022/23 drohen uns kalte Zeiten, wenn weniger Gas als benötigt zur Verfügung steht. Als Alternative zur Gasheizung überlegen daher viele, ob sie stattdessen mit Strom heizen sollen. Elektroheizungen liegen daher voll im Trend. Doch lohnt sich Elektroheizen? Wie hoch sind die Kosten? Welche unterschiedlichen Stromheizungen gibt es? Hier im Magazin erfahren Sie es.

Welche Bauarten gibt es bei Elektroheizungen?

Von Warmwassergeräten wie Boiler und Durchlauferhitzer abgesehen, lassen sich bei Elektroheizungen Direktheizungen und Speicherheizungen unterscheiden.

Zu den Direktheizungen zählen:

  • Fußbodenheizungen
  • Radiatoren
  • Heizlüfter
  • Infrarotheizungen
  • Wandheizungen
  • Fußleistenheizungen
  • Konvektoren

Nicht ganz so umfangreich ist die Liste der Speicherheizungen:

  • Natursteinheizungen
  • Nachtspeicherheizungen
  • Flächenspeicherheizungen

1. Direktheizungen

Direktheizung bedeutet, dass die Wärme direkt dem Raum zugeführt wird. Das hat den großen Vorteil, dass der Wirkungsgrad recht hoch ist. Allerdings können Sie hier nur den etwas teureren Tagstrom nutzen.

Innerhalb der Direktheizungen lassen sich zwei Gruppen unterscheiden:

  • Ein Teil der Elektroheizungen erwärmen primär die Raumluft, der Fachmann spricht hier von Konvektion. Beispiele für Konvektionsheizungen sind Radiatoren, Heizlüfter oder Konvektoren.
  • Bei anderen Stromheizungen überwiegt die Strahlungswärme. Hier werden hauptsächlich die Gegenstände im Raum und nicht die Luft erwärmt. Das passiert zum Beispiel bei Infrarotheizungen oder Fußbodenheizungen.

Mehr zu diesem Thema hier im Magazin: Strahlungswärme vs. Konvektionswärme

2. Speicherheizungen

Bei einer Speicherheizung wird die Wärme zeitversetzt an den Raum abgegeben. Das hat den Vorteil, dass der etwas günstigere Nachstrom dazu genutzt werden kann, den Speicher aufzuladen. Hier sind natürlich in erster Linie die Nachtspeicherheizungen zu nennen, bei Natursteinheizungen sieht es etwas anders aus. Diese können nur sehr wenig Wärme speichern.

Der Nachteil von Speicherheizungen: Der Speicher gibt bereits in den Nachtstunden etwas von seiner Wärme ab, der Wirkungsgrad ist daher nicht ganz so hoch. Außerdem eignet sich eine Speicherheizung nicht für die schnelle Wärme.

Gerade das ist aber der große Vorteil einer Elektroheizung gegenüber konventionellen Heizsystemen. Dafür besitzen Speicherheizungen in der Regel eine höhere Leistung, so dass meist ein Heizkörper pro Raum ausreicht.

Wann lohnen sich Elektroheizungen?

Eine pauschale Antwort lässt sich darauf geben, es kommt immer auch darauf an, wofür sie verwendet werden:

  • Als alleinige Heizung
  • Als Zusatzheizung
  • In Kombi mit einer Photovoltaikanlage

Prinzipiell sind Elektroheizungen eher Zusatz- als Vollheizungen. Das liegt hauptsächlich daran, dass Strom wesentlich teurer als Heizöl, Erdgas oder Holz ist. Dazu später mehr.

1. Nutzung als alleinige Heizung

Wer ausschließlich mit Strom heizen möchte, sollte in einem Haus mit möglichst geringen Wärmebedarf wohnen – zum Beispiel in einem Passivhaus oder Niedrigstenergiehaus. Das bedeutet, dass der Jahresprimärenergiebedarf maximal 40 kWh pro Quadratmeter beträgt. Sollte es wirklich soweit kommen, dass uns der Gashahn zugedreht wird, sorgen Elektroheizungen zumindest für Wärme, auch wenn es teuer wird.

2. Nutzung als Zusatzheizung

Als Zusatzheizung im Bad spricht jedoch nichts gegen eine Stromheizung. Sie sorgt in der Übergangszeit bereits für Wärme, wenn die Zentralheizung noch nicht in Betrieb ist. Auch als Handtuchwärmer sind sie sehr beliebt.

Elektroheizungen lohnen sich zudem in Räumen, die nur sporadisch und stundenweise genutzt werden. Wie zum Beispiel die Werkstatt im Keller, ein Garten- oder Wochenendhaus. Oder – wie bereits geschrieben – bei einem nachträglichen Ausbau des Dachbodens.

3. Nutzung in Kombi mit einer Photovoltaikanlage

Produzieren Sie eigenen Strom aus einer Photovoltaikanlage, sieht das Ganze etwas anders aus. Hier kann es sich durchaus lohnen, nur auf Elektroheizungen zu setzen. Das hängt aber auch davon ab, wie viel Strom aus Eigenproduktion Ihnen zur Verfügung steht.

Wie funktionieren Elektroheizungen?

Betrachten wir die Wärmeerzeugung aus physikalischer Sicht: Hier spielt das Stromwärmegesetz oder auch Erstes Joulesches Gesetz die entscheidende Rolle. Vereinfacht gesagt erzeugt ein elektrischer Strom, der durch einen elektrischen Leiter fließt eine fortwährende Wärmeenergie.

Übertragen auf Elektroheizungen bedeutet das, dass zum Beispiel ein Heizstab, ein Heizwendel, eine Heizmatte oder Heizfolie von Strom durchflossen und dadurch erwärmt werden. Die Wärme wird dann mit Hilfe einer Flüssigkeit im Heizkörper verteilt oder direkt mit einem Lüfter in den Raum geblasen.

Hier die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bauarten:

  • Radiatoren

    Bei Radiatoren wird eine Flüssigkeit (in der Regel Öl) mit einem Heizstab erwärmt. Allerdings gibt es keinen Lüfter, so dass sich die Wärme nur langsam im Raum verteilt.

  • Heizlüfter

    Heizlüfter pusten die Wärme direkt in den Raum, es werden keine Flüssigkeiten erwärmt. So lassen sich Räume ganz schnell aufheizen. Allerdings ist der Strombedarf bei ihnen besonders hoch.

  • Konvektoren

    Konvektoren saugen kalte Luft am Boden des Raumes an und erwärmen diese. Die Luft steigt nach oben, kühlt an der Decke ab und fällt dann wieder nach unten. Ein Kreislauf beginnt.

  • Fußleistenheizungen

    Fußleistenheizungen erwärmen den unteren Rand der Wand. Von dort steigt die Wärme über die Wand nach oben. Sie helfen, Wände zu trocknen und Schimmelbefall vorzubeugen.

  • Infrarotheizungen

    Infrarotheizungen erwärmen die Gegenstände im Raum durch Strahlung. Wir empfinden dabei selbst bei niedrigeren Temperaturen eine höhere Behaglichkeit.

  • Fußbodenheizungen

    Elektrische Fußbodenheizungen funktionieren heutzutage meist als Direktheizungen. Sie besitzen eine mit Strom durchflossene Heizmatte oder Heizfolie, diese übertragen die Wärme auf den Bodenbelag wie zum Beispiel Fliesen.

  • Nachtspeicherheizungen

    Nachtspeicherheizungen besitzen einen Speicher, der mit günstigen Nachtstrom über Nacht aufgeladen wird. Die Wärme wird dann tagsüber an den Raum abgegeben. Da der Nachtstrom immer teurer wird, werden heutzutage kaum noch Nachtspeicherheizungen realisiert.

  • Flächenspeicherheizungen

    Flächenspeicherheizungen sind eine Weiterentwicklung der Nachtspeicherheizungen. Sie lassen sich besser steuern und geben die Wärme effizienter an den Raum ab.

  • Natursteinheizungen

    Natursteinheizungen arbeiten ähnlich wie Infrarotheizungen, sie können zusätzlich einen Teil der gewonnenen Wärme speichern. Der Anteil ist aber nicht besonders hoch.

Was kosten Elektroheizungen?

Elektroheizungen sind günstig. Zumindest was die reinen Anschaffungskosten angeht. Einfache elektrische Badheizkörper bekommen Sie bereits für 100 bis 150 Euro. Diese haben dann rund 400 Watt. Wollen Sie eine leistungsfähigere Stromheizung kaufen, wird es entsprechend teurer.  Auch ist eine Infrarotheizung teurer als ein in der Leistung vergleichbarer Radiator oder Konvektor.

Was richtig im Portemonnaie zu spüren ist, sind die Stromkosten. Diese halten sich noch in Grenzen, wenn Sie die Elektroheizung im Bad nur ab und an einmal für ein Stündchen anschalten. Wollen Sie mit der Stromheizung jedoch einen 100 Quadratmeter großen Altbau erwärmen, kostet das auf jeden Fall drei- bis viertausend Euro im Jahr. Die genau Berechnung finden Sie im Anschluss

Wollen Sie Elektroheizungen als alleinige Heizung nutzen, benötigen Sie pro Quadratmeter Raum etwa 60 bis 100 Watt Heizleistung.  Wie hoch der Wert genau ist, hängt ganz erheblich vom Dämmstandard der Wohnung, aber auch von der Höhe der Räume und anderen Faktoren ab wie Sonneneintrag ab.

Wollen Sie mehr wissen? Hier geht es zum Ratgeber Heizleistung richtig ermitteln.

Berechnung der Stromkosten

Der Strompreis ist 2022 (laut Wikipedia) bei durchschnittlich 34,6 Cent/kWh angekommen. Sind Sie Großabnehmer oder beziehen Sie Nachtstrom, ist es etwas günstiger. Wir verwenden für die weiteren Berechnungen jedoch den oben genannten Durchschnittspreis von Strom.

Eine Elektroheizung mit 500 Watt Heizleistung benötigt pro Stunde 0,5 kW Strom, multipliziert mit dem Strompreis ergibt sich ein Preis von 17,3 Cent pro Stunde. Analog funktioniert es mit anderen Heizleistungen, bei einer Leistung 250 Watt sind das entsprechend 0,25 kW und ein Preis von 8,65 Cent pro Stunde. In der nachfolgenden Tabelle haben wir das für verschiedene Heizleistungen bereits für Sie berechnet.

Außerdem finden Sie noch die Heizkosten für ein ganzes Jahr. In diesem Fall gehen wir davon aus, dass die Elektroheizung 8 Stunden am Tag und an insgesamt 180 Tagen in Betrieb ist.

Leistung in Watt

Heizkosten pro Stunde

Heizkosten pro Jahr

250

8,65 Cent

124,56 Euro

500

17,3 Cent

249,12 Euro

750

25,95 Cent

374,68 Euro

1000

34,6 Cent

438,19 Euro

1250

43,25 Cent

622,80 Euro

1500

51,9 Cent

657,29 Euro

2000

69,2 Cent 996,48 Euro

In der obigen Tabelle sehen Sie die Strompreise für einen einzelnen Heizkörper, in der Regel sollen jedoch mehrere Räume geheizt werden. Die Heizleistungen pro Quadratmeter betragen:

Neubauten:
40-60 W/m² = 1,38 bis 2,08 Cent pro Stunde und Quadratmeter = 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter und Jahr

Altbauten (schlecht gedämmt):
100 - 120 W/m² = 3,46 - 4,15 Cent pro Stunde und Quadratmeter = 50 bis 60 Euro pro Quadratmeter und Jahr

Mit den eben errechneten Werten lässt sich dann errechnen, welche Stromkosten alleine für das Heizung Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses auf Sie zukommen.

Heizen Sie zum Beispiel 100 Quadratmeter, betragen die jährliche Stromkosten rein fürs Heizen in einem Neubau zwischen 2.000 und 3.000 Euro, in einem schlecht gedämmten Altbau gleicher Größe steigen Sie auf 5.000 bis 6.000 Euro.

Gehen Sie davon aus, dass die Stromkosten in die Höhe schnellen, wenn uns nicht mehr genügend Gas geliefert wird. Zumal sehr viel Strom derzeit auch mit Hilfe von Gas produziert wird. Heizen mit Strom wird dann noch teurer als es momentan sowieso bereits ist.

Welche Elektroheizung ist besonders sparsam?

Eines vorweg: Die eine sparsame Elektroheizung für alle Anwendungen gibt es nicht. Ganz wesentlich kommt es darauf an, wofür Sie die Heizung verwenden und wie Sie sie bedienen. Dazu gleich mehr.

Besonders sparsam kann eine Direktheizung im Bad sein, die Sie zusätzlich zur herkömmlichen Heizung betreiben. Auch in Zimmern, die bei frostigen Temperaturen nicht richtig warm werden, kann eine Direktheizung wertvolle Hilfe leisten.

Im Gegensatz dazu lassen sich Speicherheizungen oft dort sparsam einsetzen, wo ein immer wiederkehrender Heizwärmebedarf besteht. Sie besitzen zudem oft eine höhere Heizleistung als Direktheizgeräte. Sie bräuchten dann mehrere Direktheizungen, um die gleiche Wärme zu erhalten.

Richtige Bedienung der Heizung

Die richtige Bedienung spielt bei Elektroheizungen eine wichtige Rolle, wollen Sie sie sparsam betreiben. Praktisch sind hier Thermostate, die Sie per SmartHome schalten können oder die eine temperaturgeführte Regelung besitzen. Das bedeutet, dass sich die Heizung bei Erreichen einer bestimmten Raumtemperatur selbst runter regelt.

Am wenigsten sparsam ist der Erfahrung nach die manuelle Regelung. Es wird häufig einfach vergessen, das Thermostat zu drosseln, wenn man den Raum verlässt oder die Außentemperaturen steigen. Außerdem ist man häufig auch nicht ständig zuhause.

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Wir führen nicht alle hier vorgestellten Bauarten von Elektroheizungen, jedoch viele davon. Bei uns erhalten Sie eine Riesenauswahl elektrischer Badheizkörper, Infrarotheizungen, Heizlüfter oder elektrische Fußbodenheizungen. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Auswählen.

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