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Duschen oder baden

Duschen oder Baden?
Das große Duell im Badezimmer

Badewanne oder Dusche? Diese Frage stellen sich viele, wenn sie ein neues Badezimmer planen oder das alte Bad sanieren. Wir geben Ihnen sieben Entscheidungshilfen mit auf den Weg. Letztlich ist es aber Ihre Sache, ob Sie lieber duschen oder baden.

Axor Massaud

Wer sich mit Axor "Massaud" ausstattet, schwebt in höchsten Wellness-Sphären

Faktor #1: Wellness

Hier gibt es sicherlich keinen eindeutigen Favoriten. Sowohl beim Duschen als auch beim Baden kann sich ein absolutes Wohlgefühl einstellen. Vielleicht ist das bei der Dusche etwas schwieriger zu erreichen, aber wofür gibt es Walk-Ins, Regenduschen und Brausen mit verschiedenen Strahlarten?

Um sich aufzuwärmen, Erkältungen entgegen zu wirken oder seine Muskeln zu entspannen, geht nichts über ein Bad in warmem Wasser. Wer prickelnde Wassertropfen auf der Haut spüren möchte, wird stets die Dusche bevorzugen. Die Tropfen beleben und erfrischen uns. Morgens duschen zum Wachwerden und abends baden zum Entspannen ist eine gute Wahl.

Zwischenfazit:
Sowohl Duschen als auch Baden punkten mit einem hohen Wellness-Faktor

Dusche HSK Aperto

Wenn es schnell gehen muss, ist eine Dusche nicht zu schlagen (Foto: HSK "Aperto")

Faktor #2: Zeit

Wenn Sie es eilig haben, ist ein Sprung unter die Dusche einem Wannenbad sicherlich vorzuziehen. Brause aufdrehen und Sie sind bereits mittendrin im Geschehen. Nach ein paar Minuten ist bereits alles erledigt und Sie sind sauber und erfrischt.

Währenddessen füllt sich die Wanne langsam. Je nach Füllmenge und anstehendem Wasserdruck dauert es 10, 15 oder 20 Minuten, bis die Wanne voll ist. Unser Aufenthalt in der Badewanne kommt noch dazu, unter 15 Minuten lohnt sich nicht wirklich. Aber baden wir nicht gerade deshalb, weil wir dabei so gut entspannen können? Das braucht eben seine Zeit.

Zwischenfazit:
Beim Zeit-Faktor ist die Dusche klarer Gewinner

Badewannen Villeroy & Boch Oberon

Wanne Villeroy & Boch "Oberon"

Dornbracht Tara

Dusche mit Dornbracht "Tara" Armatur

Faktor #3: Stellfläche

Eine Badewanne ist lang und schmal, eine Dusche meist annähernd lang wie breit. Eine Standardwanne misst 170 cm x 75 cm, eine Standard-Dusche ist 90 cm x 90 cm groß. Was die Standardabmessungen betrifft, benötigt eine Wanne rund ein Drittel mehr Platz.

Doch wer will schon Standard? Walk-Ins sind oft genauso groß wie Badewannen. Das gilt natürlich nicht bei freistehenden Wanne. Die benötigen rundherum jede Menge Platz, damit sie wirken. Etwa 55 cm werden empfohlen. Bei ihnen benötigen Sie eine sehr große Stellfläche.

Zwischenfazit:
Duschen benötigen im Schnitt weniger Platz

Hansgrohe Raindance

Macht porentief sauber: Eine Dusche mit der Hansgrohe "Raindance"

Faktor #4: Hygiene

Beim Duschen verschwinden die Schmutzpartikel nach dem Abspülen direkt im Abfluss, in der Badewanne suhlen wir uns im eigenen Schmutz. So schlimm wird es hoffentlich nicht sein und völlig verschmutzt sollten Sie besser nicht in die Wanne steigen.

Andererseits weichen wir im Badewasser ein, so dass sich besonders hartnäckige Schmutzpartikel lösen. Wer mag, kann sich danach noch mit der Handbrause kurz abspülen, dann bleibt auch nichts auf der Haut zurück.

Zwischenfazit:
Duschen ist generell etwas hygienischer als Baden

Villeroy & Boch Hommage

Nach dem Baden oder Duschen immer gut eincremen (Foto: Villeroy & Boch "Hommage")

Faktor #5: Trockene Haut

Wasser trocknet die Haut aus. Das ist beim Duschen so, das ist beim Baden so. Allerdings verbringen wir normalerweise mehr Zeit in der Badewanne als unter der Brause. Es kann daher mehr hauteigene Fettschicht weggespült werden.

Dusch- und Badezusätze verstärken die Hauttrockenheit. Wichtig ist es daher generell, der Haut nach dem Waschen wieder Fett zuzuführen. Sie sollten sich auf jeden Fall eincremen. Sowohl fürs Baden als auch fürs Duschen gilt: zu heißes Wasser ist schlecht für die Haut.

Zwischenfazit:
Baden trocknet die Haut mehr aus als Duschen

Grohe Euphoria Duschsystem

Wer Wasser sparen möchte, sollte duschen (Foto: Grohe "Euphoria")

Faktor #6: Wasserverbrauch

Durchschnittlich besitzt eine Badewanne einen Nutzinhalt von 150 Litern. Dieser Wert ist fest, wer badet schon in einer halbvollen Badewanne? Es gibt aber natürlich auch Wannen, in die wesentlich mehr Badewasser passt. So oder so – der Wasserbedarf ist recht hoch.

Beim Duschen verbrauchen wir durchschnittlich 40 Liter Wasser. Der Wasserverbrauch lässt sich durch Verwendung sparsamer Brausen auf rund 30 Liter senken. Wenn Sie während des Einseifens das Wasser abstellen, sparen Sie zusätzlich. Hinweis: Große Regenbrause benötigen mitunter 30 Liter pro Minute, das ist nichts für Wassersparer. 

Zwischenfazit:
Wer aufs Wassersparen aus ist, sollte auf jeden Fall duschen

Badewanne Ideal Standard Dea

Große Wanne, großes Vergnügen - aber hohe Wasserkosten (Foto: Ideal Standard "Dea")

Faktor #7: Kosten

Aus dem durchschnittlichen Wasserbedarf ergeben sich durch ganz einfache Rechnung die Kosten für Trink- und Abwasser. Sie müssen natürlich wissen, was Sie für einen Kubikmeter Heizöl, Erdgas oder Strom bezahlen – je nachdem, mit welchem Energieträger Sie warmes Wasser produzieren. Auch die Abwasserkosten müssen bekannt sein.

Da Sie beim Duschen in der Regel weniger Wasser verwenden, sind hier die Kosten natürlich geringer. Gehen Sie davon aus, dass Sie bei einem Vollbad Wasserkosten von etwa einem Euro haben. Sparsam duschen können Sie bereits für rund 20 Cent.

Zwischenfazit:
Duschen kostet in der Regel sehr viel weniger als Baden

Die Entscheidung

Sie kennen jetzt die wichtigsten Faktoren beim Baden und Duschen, nun liegt es an Ihnen. Welcher Faktor ist für Sie besonders wichtig und welchen können Sie vernachlässigen? So kommen Sie ganz sicher zu einem positiven Ergebnis, wenn es für Sie lautet: Badewanne oder Dusche? Am besten ist es natürlich, wenn Sie beides in Ihrem Bad integrieren und die Vorzüge beider Varianten genießen können.

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