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Das kleine Fliesen-ABC fürs Bad

Das kleine Fliesen-ABC fürs Bad

Nicht umsonst wird das Badezimmer auch Nasszelle genannt. Hier fließt schließlich reichlich Wasser – zur täglichen Körperhygiene oder sogar als therapeutische Maßnahme. Durch Wasserdampf aus Becken, Dusche oder Wanne steigt außerdem die Luftfeuchtigkeit, die sich auf Einrichtung und Wänden niederschlägt. Wird sie nicht durch ausreichendes Lüften abgeführt, droht im schlimmsten Fall Schimmelbildung.

Kein Wunder, dass Fliesen die erste Wahl für Wand- und Bodenbelag sind. Ihre rohe Keramikmasse bei über 1.000 °C gebrannt, um sie zu festigen, und anschließend zum Schließen der Poren glasiert. Das macht die Fliese zuverlässig wasserundurchlässig und absolut hygienisch. Auf der dichten, undurchdringlichen Oberfläche können sich Milben, Pilze und Bakterien nicht entwickeln.

Deckenhoch fliesen war gestern

Im Gegensatz zu früher, als das Badezimmer nur rein funktionale Zwecke erfüllen sollte und aus Gründen der Pflegeleichtigkeit im besten Fall vom Boden bis zur Decke durchgefliest wurden, sind die heimischen Wellnesstempel heute zumeist wohnlicher gestaltet.

Dazu gehört auch, dass nur die Bereiche, die unmittelbar Spritzwasser ausgesetzt sind, mit Fliesen ausgestattet werden. Der Rest der Wände wird verputzt, gestrichen oder sogar mit (feuchtraumgeeigneter) Tapete verkleidet. So entstehen neue Optiken im Badezimmer mit unterschiedlichen Wand- und Bodengestaltungen.

Was Sie bei der Verwendung von Tapete im Bad beachten sollten? Unser Ratgeber erklärt es.

Beliebte Materialien, die Sie kennen sollten

Beim Material unterscheidet man grob zwischen Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug. Steingut weist noch eine Wasseraufnahme von rund 10 % auf. Porenversiegelt glasiert wird es aufgrund seiner guten Dekorfähigkeit und dem geringeren Gewicht vorrangig zu Wandfliesen verarbeitet.

Steinzeug und Feinsteinzeug werden bei höheren Temperaturen gebrannt, ihre Porosität ist gering, daher liegt die Wasseraufnahme bei unter 3 bzw. unter 0,5 %. Dank hoher Bruchfestigkeit und guten Verschleißeigenschaften eignen sich Fliesen aus Steinzeug und dem noch stärker beanspruchbaren Feinsteinzeug besonders gut als Bodenbelag. Spezielle Behandlungen verleihen den an sich glatten Oberflächen eine Rutschhemmung, die den Sicherheitsaspekt deutlich erhöht.

Ein Hauch mediterranes Flair zaubert Terrakotta, wie es oft in südlichen Ländern Verwendung findet, ins heimische Badezimmer. Beim Kauf ist unbedingt darauf zu achten, dass die Fliesen imprägniert wurden. Andernfalls können Schmutz und Fette in das poröse Material eindringen.

Formate von Mosaik bis XL

Ob Sie sich für eine große oder kleine Fliesengröße entscheiden beeinflusst wesentlich Optik und Eigenschaften. Grundsätzlich empfiehlt es sich, besonders für kleine Flächen die momentan ohnehin im Trend liegenden größeren Formate zu wählen. Die damit einhergehende Reduzierung von Fugen beruhigt das Bild und sorgt für einen großzügigeren Gesamteindruck.

Bei verwinkelten Flächen kann es zu vermehrten Schnitten und Stückelungen der Platten kommen. Dann sind kleine Mosaikfliesen die bessere Wahl. Sie erzeugen mit ihrer interessanten changierenden Farbigkeit eine raffinierte Wirkung, die die womöglich eingeschränkte Größe in den Hintergrund treten lässt.

Auf dem Boden, insbesondere im ebenerdig angelegten Duschbereich verlegt überzeugen sie mit einem weiteren Vorteil: Der erhöhte Fugenanteil sorgt für mehr Sicherheit durch seine natürliche rutschhemmende Wirkung.

Fliesenfarbe: Zeitlos schlägt trendy

Die Verlegung von Fliesen ist, ob man sie nun selbst mit handwerklichem Geschick realisiert oder vom Fachmann durchführen lässt, eine recht aufwendige Angelegenheit. Die Ausstattung ist dementsprechend auf Langfristigkeit ausgelegt.

Daher ist von der Entscheidung für ausgefallene Trendfarben eher abzuraten. Zeitlose Weißnuancen von Schneeweiß bis Creme sind eine sichere Wahl. Wem das zu steril erscheint, für den ist ein Bad in Grautönen eine gute Wahl. Von kühlen Blaugraunuancen über warmes Greige (ein Mischton aus Grau und Beige) bis zu dunklem Anthrazit ist alles möglich. Übrigens auch im Mix.

Unsere Autorin

Nina Maurischat,
Chefredakteurin

Welche Wohntrends kommen, welche gehen? Wie lässt sich eine Wohnung nach persönlichem Belieben gestalten? Nina Maurischat, Chefredakteurin der Wohnidee, und ihr Team geben Antworten und zeigen Ihnen regelmäßig die neusten Ideen und Tipps.

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